Allaitement prolongé : avantages et préjugés

Längeres Stillen: Vorteile und Vorurteile

Längeres Stillen über ein Jahr hinaus wird von der WHO empfohlen und bietet sowohl für das Kind als auch für die Mutter Vorteile in Bezug auf Ernährung, Immunsystem und emotionale Fähigkeiten. In manchen Kulturen wird es jedoch nach wie vor schlecht wahrgenommen, insbesondere im Westen, wo es mit Vorurteilen behaftet ist. Entgegen der landläufigen Meinung behält Muttermilch ihren Wert und fördert die Selbstständigkeit des Kindes. Bei Kritik können Mütter auf wissenschaftliche Fakten und unterstützende Netzwerke zurückgreifen. Die Hauptsache ist, dass Sie eine Wahl treffen, die Ihrem Instinkt und den Bedürfnissen Ihres Babys entspricht, ohne sich von äußeren Urteilen beeinflussen zu lassen.
Pourquoi la France accuse un retard en matière d’allaitement ?

Warum hinkt Frankreich beim Stillen hinterher?

Zusammenfassung :

In Frankreich ist die Stillrate niedrig: Nur 10 % der Mütter stillen nach sechs Monaten noch, was weit von den Empfehlungen der WHO entfernt ist. Diese Verzögerung wird mit zu kurzen Mutterschaftsurlauben, anhaltenden Vorurteilen und mangelnder Unterstützung begründet. Im Ausland fördern Länder wie Schweden, Deutschland und Teile Asiens das Stillen durch günstige Richtlinien und entsprechende Unterstützung. Um Fortschritte zu erzielen, könnte Frankreich den Mutterschaftsurlaub verlängern, die Unterstützung verstärken, das öffentliche Bewusstsein schärfen und spezielle Räume zum Stillen schaffen.

Allaiter dans l’espace public : que dit la loi en France ?

Stillen im öffentlichen Raum: Was besagt das Gesetz in Frankreich?

In Frankreich ist es Müttern gemäß Artikel L. 1111-1 des Gesetzbuchs über das öffentliche Gesundheitswesen gestattet, an öffentlichen Orten zu stillen. Das Fehlen einer expliziten Gesetzgebung führt jedoch zu unterschiedlichen Interpretationen und setzt Mütter Kommentaren oder Diskriminierung aus. Vorurteile wie die Sexualisierung der Brüste, mangelnde Aufklärung oder gesellschaftliches Unbehagen machen das Stillen in der Öffentlichkeit noch immer tabu.

Einer Mutter das Recht zu verweigern, in der Öffentlichkeit zu stillen, gilt gemäß Artikel 225-1 des Strafgesetzbuches als Diskriminierung. Opfer können Beschwerde einreichen oder sich an den Bürgerbeauftragten wenden. Im Vergleich dazu normalisieren Länder wie Großbritannien und die nordischen Länder diese Praxis stärker.

Um die Situation zu verbessern, werden Sensibilisierungskampagnen, die Schulung von Fachkräften, die Schaffung geeigneter Räume und die Förderung des Stillens in den Medien vorgeschlagen. Das Ziel besteht darin, Müttern eine fürsorgliche Umgebung zu bieten, in der sie ihr Recht auf Stillen ohne Angst oder Verurteilung ausüben können.