In Frankreich gibt es kein Gesetz, das das Stillen im öffentlichen Raum verbietet. Von

Daher haben Mütter das volle Recht, ihr Kind an jedem öffentlichen Ort zu stillen: Cafés, Restaurants, Parks, Einkaufszentren, Verkehrsmitteln usw.

Artikel L. 1111-1 des Gesetzbuchs über das öffentliche Gesundheitswesen garantiert den Zugang zum Stillen, einer Maßnahme, die als vorteilhaft für die Gesundheit des Kindes anerkannt ist. Mit anderen Worten: Es ist illegal, eine Mutter aufzufordern, mit dem Stillen aufzuhören oder aus diesem Grund einen öffentlichen Ort zu verlassen.

Allerdings bleibt die Gesetzgebung implizit und führt zu subjektiven Interpretationen und Situationen, in denen Mütter weiterhin abfälligen Bemerkungen ausgesetzt sind oder aus bestimmten Räumen verwiesen werden.

Vorurteile gegenüber dem Stillen im öffentlichen Raum: Warum dieses Unbehagen?

Trotz zunehmender Aufklärung über die Vorteile des Stillens wird das Stillen im öffentlichen Raum in bestimmten Teilen der Gesellschaft immer noch als Tabu wahrgenommen:

● Eine Sexualisierung der Brüste:

In vielen westlichen Kulturen werden Brüste in erster Linie als sexuelles Attribut wahrgenommen, weshalb ihre Entblößung, selbst in einem natürlichen Kontext wie dem Stillen, für manche verstörend ist.

● Mangelnde Bildung:

Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass das Stillen in der Öffentlichkeit ein Grundrecht ist und dass das Wohl des Kindes Vorrang vor allen anderen Erwägungen hat.

● Soziales Unbehagen:

Manche Menschen fühlen sich beim Stillen unwohl und reagieren mit unangemessenen Bemerkungen oder Verhaltensweisen, was die Schuldgefühle oder das Gefühl der Isolation der Mütter verstärkt.

Strafen für die Diskriminierung stillender Mütter

Nach französischem Recht stellt es eine Diskriminierung dar, einer Frau das Stillen in der Öffentlichkeit zu verbieten. Gemäß Artikel 225-1 des Strafgesetzbuches kann jede Unterscheidung aufgrund einer Schwangerschaft oder Mutterschaft strafbar sein.

Wenn eine Mutter Opfer einer solchen Situation ist:

1. Sie kann die Leute ruhig an ihre Rechte erinnern und erklären, dass Stillen im öffentlichen Raum legal ist.

2. Bei anhaltender Verweigerung oder diskriminierendem Verhalten kann sie:

○ Melden Sie den Vorfall der Polizei oder Gendarmerie.

○ Wenden Sie sich an den Menschenrechtsverteidiger, der für die Bekämpfung von Diskriminierung zuständig ist.

Allerdings ist dieser Rechtsschutz nach wie vor unbekannt, sodass Mütter in solchen Situationen hilflos sind.

Stillen im öffentlichen Raum anderswo auf der Welt

Frankreich ist nicht das einzige Land, in dem das Stillen im öffentlichen Raum noch immer ein Diskussionsthema ist. Hier sind einige Beispiele:

● Vereinigtes Königreich:

Seit 2010 schützt das Gesetz stillende Mütter ausdrücklich.
Jede Diskriminierung stillender Mütter im öffentlichen Raum ist illegal.

● Die Vereinigten Staaten:

Auch wenn die Situation von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedlich ist, haben die meisten Bundesstaaten Gesetze erlassen, die das Recht auf Stillen in der Öffentlichkeit schützen.

● Die nordischen Länder:

In Schweden oder Norwegen ist das Stillen im öffentlichen Raum eine völlig normale und gesellschaftlich akzeptierte Praxis.

Diese Beispiele zeigen, dass konkrete Maßnahmen zur Normalisierung des Stillens im öffentlichen Raum möglich und für den Fortschritt notwendig sind.

Lösungen zur Unterstützung stillender Mütter

Um sicherzustellen, dass Mütter in der Öffentlichkeit ohne Angst oder Vorurteile stillen können, ist es wichtig, auf mehreren Ebenen zu handeln:

1. Sensibilisierung der Öffentlichkeit:

Informationskampagnen, um die Menschen daran zu erinnern, dass Stillen ein natürlicher, legaler und wohltuender Vorgang für das Baby ist.

2. Fachkräfte ausbilden:

Öffentliche und private Einrichtungen (Cafés, Restaurants, Geschäfte) sollten über die Gesetzgebung informiert werden, um diskriminierendes Verhalten zu vermeiden.

3. Schaffen Sie einladende Räume:

Obwohl Mütter nicht verpflichtet sind, sich beim Stillen zu verstecken, können ruhige und bequeme Räume für diejenigen bereitgestellt werden, die dies wünschen.

4. Fördern Sie das Stillen im öffentlichen Raum:

Normalisieren Sie Stillbilder in den Medien, der Werbung und den sozialen Medien, um Tabus zu brechen.

Fazit: Schützen Sie das Recht auf Stillen überall

Das Stillen im öffentlichen Raum ist ein Recht, das jede Mutter frei und ohne Angst ausüben können sollte. Obwohl die französische Gesetzgebung stillende Mütter schützt, ist sie noch immer zu implizit und wird nicht richtig verstanden, was Raum für eine noch immer allzu häufige Diskriminierung lässt.

Durch die Förderung des Stillens und die Aufklärung der Gesellschaft ist es möglich, ein fürsorgliches und integratives Umfeld zu schaffen, in dem Mütter ihre Babys beruhigt stillen können.

Milkyhour hat es sich zur Aufgabe gemacht, Sie in jeder Phase Ihrer Stillzeit zu informieren, zu unterstützen und zu fördern. Wenn Sie beim Stillen in der Öffentlichkeit auf Kommentare oder schwierige Situationen gestoßen sind, teilen Sie Ihre Erfahrungen in den Kommentaren, um das Bewusstsein zu schärfen und andere Mütter zu unterstützen!

Elisabeth Mathes